2004-09-18 Entwurf Info B-Plan-?nderung

2004-09-18 Liebe Ohrbeckerinnen und Ohrbecker,

wieder einmal haben wir feststellen müssen, dass unsere Verwaltung, aber auch unser Bauausschuss nicht besonders lernfähig sind.

Als vor drei Jahren das Neubaugebiet "Westlich Hellerner Weg" geplant wurde, hatten die durch die Bürgergemeinschaft Ohrbeck vertretenen Bürger, aber auch viele Andere, unseren Ratsvertretern eine in Ohrbeck umsetzbare Bebauung empfohlen. Aber unsere – leider nicht in Ohrbeck wohnenden – Ratsmitglieder meinten, neben den eingeschossigen Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften zahlreiche Reihenhäuser (mit Pultdach) und in der Mitte des Gebietes zweigeschossige "Stadtvillen" im Bebauungsplan festlegen zu müssen. (Den genauen Ablauf können Sie gerne unter "Bürgergemeinschaften" nachlesen). Und wer sich ein wenig informiert hatte, dem war klar, dass das mit einem 700 m²-Nahversorger heutzutage nichts wird.

Und so kam es wie wir vermuteten. Die "normalen" eingeschossigen Häuser und Doppelhaushälften wurden gebaut, ein einzelner Bestandteil eines "Pultdach"-Reihenhauses wurde errichtet (die anderen Reihenhäuser haben bereits Satteldächer) und von den "Stadtvillen" gibt es auch nur zwei, allerdings nicht im Baufeld in der Mitte des Baugebietes. Dort wächst das Unkraut, es passiert nichts und so werden die für den Straßenendausbau notwendigen 70 % Bebauung nur schleppend erreicht.

Das haben auch unsere Verwaltung und Ratsmitglieder erkannt. Nun läuft die erste Änderung des Bebauungsplans 61. Wo bisher der "Nahversorger" geplant war, sollen jetzt eingeschossige Einfamilienhäuser oder Doppelhäuser entstehen. Das ist eine vernünftige Entscheidung. Hier gibt es ja ganz offensichtlich auch eine entsprechende Nachfrage. Doch was soll in der Mitte des Baugebietes entstehen ? Hier war man ganz clever: Statt sieben zweigeschossige Stadtvillen auf einer Grundfläche von 14 x 14 Metern sollen es nun neun zweigeschossige Stadtvillen auf einer Grundfläche von 12 x 12 Metern werden.

Noch ist diese Änderung des Bebauungsplanes nicht durch. Sobald nach dem Bauausschuss der Verwaltungsausschuss dies abgesegnet hat, geht es Anfang Oktober in die öffentliche Auslegung. Da sich mal wieder alle Parteien im Rat einig sind, wird diese Änderung auch durchgehen. Bedenken von Bürgern ? – was wollen die denn, die sind ja nicht gewählt und haben entsprechend auch nichts zu sagen. Lassen wir uns doch überraschen, wann die zweigeschossigen Stadtvillen ihre Schatten auf die Nachbargrundstücke werfen.

Ihr

Uwe Schmidt

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