News 27.02.2011

Liebe Hasbergerinnen und Hasberger,

kaum etwas beherrscht derzeit die Nachrichten in Deutschland so sehr wie die in weiten Teilen abgeschrie-bene Doktorarbeit des Verteidigungsministers von Guttenberg (CSU). 270 von 400 Seiten hat er – aus welcher Motivation auch immer – abgeschrieben und als eigenes Werk dem Prüfungsausschuss präsentiert. Das sei nicht absichtlich geschehen, betont er und nach der Aberkennung des Doktortitels sei damit die Sache für ihn erledigt. 270 Seiten abschreiben und dann davon nichts mehr wissen wollen. Ist das Dummheit oder Ignoranz? Damit hat dieses Land nun einen überführten Lügner und Betrüger als Minister. Kann man einem solchen Mann noch vertrauen? Wenn er Rückgrat beweisen würde, wäre er längst als Minister zurück-getreten – so wie vor einiger Zeit die evangelische Bischöfin Margot Käßmann als Bischöfin. Ihre Alkoholfahrt hatte nichts mit dem Bischofsamt zu tun, dennoch hat sie es niedergelegt, weil sie aus ihrer Sicht keine Vorbildfunktion mehr hatte. Gerade durch diese konsequente Haltung ist sie erst recht zum Vorbild gewor¬den. Herr von Guttenberg ist ebenfalls ein Vorbild geworden – dafür, dass sich Lug und Betrug lohnen und dafür, dass Politiker an ihren Sesseln kleben. Ein Armutszeugnis für dieses Land.

Die Kinderzahl in Hasbergen sinkt, trotz Neubaugebieten in Ohrbeck und Hasbergen. Dies hat nun zur Folge, dass die beiden Hasberger Grundschulen zu einer Schule vereinigt werden. Beide Schulstandorte bleiben dabei bestehen, die Grundschule Gaste wird Außenstelle der Hüggelschule. Dadurch ist gewähr-leistet, dass die Gaster Kinder auch weiterhin die bestmögliche Unterrichtsversorgung erhalten. Verän-derungen wird es auch für die Schule am Roten Berg geben. Sie soll zum neuen Schuljahr zu einer Oberschule umgewandelt werden, so dass es die Trennung von Haupt- und Realschule in der bisherigen Form nicht mehr gibt. Gleichzeitig sollte der Antrag gestellt werden, in Kooperation mit einem Osnabrücker Gymnasium einen Gymnasialzweig in Hasbergen einzuführen. Dies hätte bedeutet, dass auch Kinder mit Gymnasialempfehlung in Zukunft in Hasbergen bis einschließlich der 10. Klasse unterrichtet werden können. Dadurch wären soziale Bindungen bestehen geblieben und die Kinder hätten nicht aufgrund der schlechten Busanbindung „mitten in der Nacht“ nach Osnabrück fahren. Ihnen ist sicher das Wort „hätte“ aufgefallen. Leider hat die CDU-/FDP-Landesregierung in letzter Minute beschlossen, dass es an den neuen Ober-schulen keinen Gymnasialzweig geben darf. Schade, hier hätte man etwas zum Wohle der Kinder tun können, was aber jetzt an ideologischen Scheuklappen gescheitert ist.

In der Diskussion um die Beiträge zur Kinderkrippe gibt es reichlich Zündstoff. Wie Sie der Pressemitteilung von UWG, SPD, Grünen, FDP entnehmen konnten, wollten sich die Parteien zusammensetzen und über eine erforderliche Neuregelung der Beiträge beraten. Diese Vereinbarung hat die CDU wieder einmal gebrochen. Es geht auf die Kommunalwahl zu und Fairness und Anstand und das Einhalten von Verein¬barungen zählen dann für gewisse Personen nicht mehr. Man kennt das ja schon. Die bisherigen Beiträge waren realitätsfern und unsozial. Dies hat die UWG von Beginn an gesagt. Schon ein „Durchschnitts-verdiener“ zahlte den Höchstsatz. Dies muss geändert werden. Deshalb fordert die UWG neben den in der Pressemitteilung genannten Staffelungen weitere Sätze für Besserverdiener. Unabhängig von der Profilierungssucht der CDU wird man sich hoffentlich schnell auf eine vernünftige Staffelung einigen.

Das Bahnhofsgelände nimmt Formen an. Äußerlich war das alte Bahnhofsgelände schon immer sehr schön, nun ist auch zu erkennen, dass das Bahnhofsgelände sehr schön angelegt wird. Kosten werden dabei nicht gescheut, besonders bei der Beleuchtung. Wenn demnächst auch das alte Gebäude richtig instand gesetzt wird, dann hat Hasbergen ein neues Schmuckstück. Was die restliche Ortskernsanierung macht, weiß derzeit niemand. Zu erkennen ist nichts und zu dem Thema „Verlagerung des Rathauses“ wird vor der Kommunalwahl sicher auch keine der Parteien etwas sagen.

Einen möglichst schnellen Frühlingsbeginn wünscht Ihnen Ihre

UWG Hasbergen


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