News 04.06.2011

Liebe Hasbergerinnen und Hasberger,

nur noch bis Sonntag haben Sie noch Zeit, bei diesem herrlichen Wetter die 1175-Jahr-Feier Hasbergens zu besuchen. Besonders ein Besuch der Wiese am Hof Gösmanns ist absolut lohnenswert. Sowohl der mitteralterliche Markt wie auch das große Traktorentreffen sind wahre Publikumsmangnete. Dazu auf dem Tomblaineplatz diverse Musikveranstaltungen und jetzt die große Gewerbeschau. Noch ist die Feier nicht zu Ende, aber man kann schon ein Zwischenfazit ziehen: Eine tolle Jubiläumsfeier ! Vielen Dank an das Organisationsteam !!! Wer noch nicht da war, hat etwas verpasst. Bis zur 1200-Jahr-Feier dauert es dann wieder ein bißchen…

Aber nicht nur in dieser Woche passiert in Hasbergen etwas. Nachdem der Bahnhofsvorplatz sehr gelungen ist und freigegeben ist, wird in diesem Bereich weiter gewerkelt. Nun ist das Bahnhofsgebäude selbst an der Reihe. In diesem Bereich wird viel investiert und der Hasberger Bahnhof wird bald wieder ein Aushängeschild für unsere Gemeinde sein.

Veränderungen gibt es auch in den Hasberger Grundschulen. Die Selbständigkeit der Grundschule Gaste wird aufgegeben und sie wird eine Außenstelle der Hüggelschule. Pro Jahrgang gibt es in Gaste nur eine Klasse und die Schülerzahlen sinken kontinuierlich. Mittelfristig gab es nur die Alternativen Aufgabe des Schulstandortes oder Zusammenschluss mit der Hüggelschule und Umwandlung zur Außenstelle. Beibehalten werden müssen auch die Schulbezirke, um den Standort erhalten zu können. Auch die Hüggelschule verzeichnet sinkende Schülerzahlen und wird pro Jahrgang nur noch drei Klassen haben. Dadurch haben die Schüler nicht nur mehr Platz, sondern es ermöglicht auch den langen überfälligen Umbau für ein vergrößertes Lehrerzimmer. Durch verbesserte Arbeitsmöglickeiten der Lehrer profitieren auch unsere Kinder.

In die Schlagzeilen geraten ist auch mal wieder ein Hasberger Bürger, jedoch nicht im positiven Sinne. Der Hasberger Bundestagsabgeordnete der CDU Georg Schirmbeck hatte jahrelang den Dienstwagen des Landkreises widerrechtlich für seine eigenen Parteiangelegenheiten genutzt. Dann kam es heraus und spontan einigte er sich für die letzten drei Jahre auf einen Vergleich mit dem Landkreis. Rund 42.000 Euro musste er dem Landkreis erstatten. Zwar war es sein persönliches Fehlverhalten, aber zunächst gedachte er nicht, dafür persönlich gerade zu stehen. Er bediente sich an einem CDU-Konto. Erst auf massivem öffentlichen und parteiinternen Druck erstattete er das veruntreute Geld aus seinem Privatvermögen. Folgerichtig ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen den Politiker Schirmbeck wegen Veruntreuung. Nun kam es vor Gericht zu einem erneuten Vergleich. Herr Schirmbeck zahlt 5.000 Euro an den Kinderschutzbund und wird daher nicht vorbestraft sein. Und welche Lehre zieht der selbstherrliche Georg Schirmbeck? Keine – im Gegenteil. Er fühlt sich ungerecht behandelt. Wird er ungerecht behandelt? Fakt ist, dass er jahrelang widerrechtlich den Dienstwagen des Landkreises Osnabrück genutzt hat. Für den Landkreis spielt es keine Rolle, ob er den Wagen rechtswidrig für berufliche Tätigkeiten, private Urlaubsreisen oder Tätigkeiten als Bundestagsabgeordneter oder Lobbyist für seine zahlreichen „Nebentätigkeiten“ genutzt hat. Den Dienstwagen durfte er ausschließlich, wenn überhaupt, für Fahrten als Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion nutzen. Die widerrechtliche Nutzung war – soweit man der Presse entnehmen konnte – nicht nach Absprache und mit Zustimmung der CDU des Landkreises Osnabrück erfolgt. Insofern hat die CDU auch nicht für den Ausgleich des mit dem Landkreis Osnabrück geschlossenen Vergleichs des Herrn Schirmbeck zahlen müssen. Die Verwendung von CDU-Geldern für sein privates Vergehen ist daher als Veruntreuung zu werten. Dass Herr Schirmbeck noch immer sich als Opfer darstellt und der Auffassung ist, dass die CDU für seine widerrechtliche Nutzung des Dienstwagens hätte aufkommen müsse, spiegelt eine unerträgliche Arroganz eines von sich selbst maßlos überzeugten Politikers wider. Herr Schirmbeck ist kein „im Regen stehen gelassenes“ Opfer, wie der Kommentator der NOZ meinte, Herr Schirmbeck ist Täter – und für seine Tat alleine verantwortlich. Wer erinnert sich nicht noch daran, wie Herr Schirmbeck sich in der „Tagesschau“ nach der Dienstwagen-Affäre der ehemaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt scheinheilig empört und Konsequenzen gefordert hatte. Herr Schirmbeck sollte konsequent sein, sein Fehlverhalten endlich eingestehen und sich in den politischen Ruhestand begeben. Möglichst sofort.

Kommen wir nach den Berufspolitikern der großen Bundespolitik zu den ehrenamtlichen Politikern, die sich direkt in Hasbergen für die Bürgerinnen und Bürger der Hüggelgemeinde einsetzen. Das Ratsmitglied der UWG Hasbergen Peter Petersen hat sein Mandat im Hasberger Rat zum 31.05.2011 niedergelegt. Peter Petersen möchte sich in Zukunft auch wieder auf Landkreis- und Landesebene politisch engagieren und dies ist mit der UWG Hasbergen nicht möglich. Für die hervorragende Zusammenarbeit möchten wir uns an dieser Stelle herzlich bei Peter Petersen bedanken. Er hat die UWG, vor allem aber die Hasberger im Rat hervorragend vertreten. Auch wenn er „Einzelkämpfer“ war, so hat er dennoch viel erreicht. Wir erinnern nur an die Laternen in der Siedlung „Westlich Hellerner Weg“, die gegen den entschiedenen Widerstand des Bürgermeisters Frank Stiller durchgesetzt wurden, oder an die Laterne vor der Grundschule Gaste. Sicherheit für unsere Kinder ist und war der UWG immer eines der großen Anliegen. Dazu dienen auch die Einengungen an den Bushaltestellen am Gudenusweg, die auf Initiative der UWG entstanden sind. Für den Gaster Peter Petersen wird nun Uwe Schmidt aus dem Ortsteil Ohrbeck nachrücken. Aber Ortsteildenken ist für uns fremd, die UWG kennt nur Hasberger Bürgerinnen und Bürger.

Wir wünschen Ihnen noch eine tolle 1175-Jahr-Feier,

Ihre UWG Hasbergen


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