News 23.03.2013

Liebe Hasbergerinnen und Hasberger,

sowohl kalendarisch wie auch meteorologisch hat der Frühling begonnen – und Hasbergen wie auch weite Teile Deutschlands versinken im Schnee. Eine Folge des Klimawandels oder einfach nur ein zäher Winter? Wir wissen es nicht, sehnen uns aber ebenso wie sie nach Sonnenstrahlen und Frühlingswärme. Aber noch bis mindestens Ende März soll laut Wettervorhersagen der Winter bleiben.

Den Frühling wünschen sich auch zahlreiche Schüler, die in Osnabrück des Gymnasiums „In der Wüste“ besuchen. Waren sie noch vor zwei Jahren auf Busse angewiesen, bei deren Fahrzeiten sie ca. 40 Minuten vor Unterrichtsbeginn in der Schule waren, so können sie seit zwei Jahren eine halbe Stunde länger schlafen. Seit Ostern 2011 wurde aufgrund vielfältiger Initiativen aus Elternschaft und Politik erreicht, dass einer der vier Busse später und direkt zu den Schulen in der Wüste fährt. Grundsätzlich eine tolle Sache, aber leider mit einem Haken. In diesem Winter mussten mehrere Schüler an den letzten Haltestellen mehrfach die Erfahrung machen, dass für sie kein Platz mehr im Bus war. Sie mussten zurück nach Hause und auf anderem Wege versuchen, rechtzeitig zum Unterrichtsbeginn zur Schule zu kommen. Für Schüler, deren Eltern berufstätig und auf dem Weg zur Arbeit oder bereits dort sind , bedeutet dies, dass sie erst mit dem nächsten Bus fahren können. Andere Schüler wurden von ihren Eltern mit dem Pkw gefahren, obwohl sie über eine Monatskarte verfügen und Anspruch auf die Busbeförderung haben. Eine untragbare Situation.

Natürlich haben Eltern mit den verantwortlichen Stellen der VOS, der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück, Kontakt aufgenommen. Es wurde versprochen, eine akzeptable Lösung zu finden. Was ist seitdem geschehen? Nichts. Auch im März blieben wieder Schüler stehen. Natürlich ist bekannt, wie viele Kinder eine Monatskarte haben. Sofern alle Kinder mitfahren wollen, reicht der Bus nicht aus. Es wird damit gerechnet, dass Kinder auf anderen Wegen zur Schule gelangen. Vom Frühjahr bis zum Herbst geht diese Rechnung auch auf, doch in den Wintermonaten kommt es zu den bekannten Problemen. Dichtgedrängt und eingequetscht stehen die Kinder im Bus. Würden die Richtlinien  für Viehtransporte angewendet werden, so würden die Veterinärämter die Transporte stoppen und Bußgelder verhängen. Aber in dem überfüllten Bus der Linie X493 stehen ja „nur“ Kinder.

Warum sind die Busse so überfüllt, warum wird nicht ein zweiter Bus eingesetzt? Die Antwort wurde jetzt gegeben: Es liegt – wie so oft – am Geld. Ein weiterer Bus kostet Geld und dies muss die Gemeinde Hasbergen bereitstellen. Dort ist man aber nicht bereit, für menschenwürdige Busbedingungen mehr Geld auszugeben. Lieber steckt man es in zweifelhafte Ortskernplanungen, deren Sinn sich aufgrund der Nähe zur Osnabrücker Innenstadt nicht immer erschließt. Rat und Verwaltung der Gemeinde Hasbergen sind sehr bemüht, junge Familien nach Hasbergen zu holen. Neubaugebiete werden ausgewiesen, Plätze in Kinderkrippen eingerichtet. Eine gute Sache. Doch wehe, die Kinder werden größer und gehen zum nächstgelegenen Gymnasium in Osnabrück. Dann werden sie bzw. die Ohrbecker Kinder buchstäblich „im Regen stehen gelassen“ an den Bushaltestellen. Für ausreichend Busse ist dann kein Geld mehr da. Eine kurzsichtige Politik. Nun wird überlegt, ob man nicht besser zur alten Regelung zurückkehrt und die Schüler 40 Minuten zu früh zur Schule karrt. So könnte man Geld sparen. Zynische Politik auf Kosten unserer Kinder. Aber vielleicht können unsere Kommunalpolitiker, die sich gerne in Kindergärten zeigen, auch Einsatz zeigen, wenn es um eine akzeptablen, sicheren und menschenwürdigen Bustransport geht.

Was hat sich noch in unserer Gemeinde getan? Seit der Landtagswahl hat Hasbergen eine Landtagsabgeordnete. Katrin Rühl zog über die Landesliste der SPD in den Niedersächsischen Landtag ein. Ob dies für Hasbergen auch von Vorteil sein wird? Man wird sehen.

An der L89 quer durch Hasbergen verändert sich einiges. Viele alte und große Bäume wurden gefällt. Die Vorarbeiten zum Neuausbau der Osnabrücker Straße mit einem längst überfälligen Geh- und Radweg. Es wird Zeit, dass auch die Kinder, die zur Schule am Roten Berg und zur Hüggelschule zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, dorthin sicherer gelangen. Hier haben die Verantwortlichen in Hannover lange genug geschlafen. Ob wirklich alle Bäume dafür weichen mussten, wissen wir nicht.

Im Ortsteil Gaste schließen nach und nach Geschäfte? Es stellt sich die Frage: Ist das noch übliche Fluktuation oder ist das kleine „Ortszentrum“ mit drei Geschäften in einzelnen Ortsteilen nicht mehr zeitgemäß, weil die Menschen lieber in Zentren mit größerem und vielfältigerem Angebot einkaufen? Eine Frage, die auch entscheidend für Sinn und Unsinn eines Hasberger Ortszentrums entscheidend ist.

Die Themen, über die unsere Kommunalpolitiker im Rat und in den Ausschüssen diskutiert und zu den sie Beschlüsse gefasst haben, könne Sie wie gewohnt auf der Seite der Gemeinde Hasbergen unter http://www.hasbergen.de/staticsite/staticsite.php?menuid=135&topmenu=22&keepmenu=inactive abrufen. So sind Sie immer informiert.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für einen baldigen Frühling,

Ihre UWG Hasbergen